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Jahresfest 2014 - PrÄsentation neues Konzept


Schiff News 2-2014 Jetzt online!


ArenA vom 17.10.2014: Kinderschutz oder BehÖrdenwahn?

(Ab der ca. 50 Minute wird die Schiffsarbeit thematisiert)


Statements von ehemaligen Jugendlichen...

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01.10.2014
Wie ging es weiter nach dem Schiff?
Zur Nachbetreuung und Wiedereingliederung musste ich wieder in ein Heim: Schule, Arbeitsprogramm, Aussicht auf eine Lehre. Doch obwohl ich auf dem Schiff gelernt hatte, mit Autoritätspersonen umzugehen, schaffte ich das hier nicht. Nach etwa 12 Wochen flog ich wieder aus dem Heim und ging nach Hause. Aber auch dort hatte ich nur Ärger. Schliesslich kam ich bei Kollegen unter, wechselte alle paar Tage das Sofa. Ich war wieder nahe am Abgrund. Doch dann riss ich mich zusammen – mit Erfolg: Nach wenigen Wochen habe ich eine Lehrstelle als Matrose in Basel gefunden. Jetzt habe ich ein Haus und Land in Deutschland gekauft und ein Hundeheim aufgebaut. Ich kann mich selber finanzieren und lebe ohne Schulden.

Du sagst, das habest du dank dem Schiff geschafft. Wie?
Ja. Als ich aus dem Nachbetreuungsprogramm geflogen war, habe ich mir die Zeit auf dem Schiff in Erinnerung gerufen. Beim Segeln hast du keine Probleme, ausser du schaffst sie dir selber. Und wenn du nicht auf deine Kameraden und die Autoritätspersonen hörst, geht alles schief. Ein Ereignis ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Wir waren auf See, hatten alle Segel gehisst. Ein Kamerad und ich schoben gerade Wache. Ich hatte mich wieder mal geweigert, mich an einem Karabiner zu sichern. Plötzlich zog ein Sturm auf. Das Boot kenterte, durch eine Luke schoss Wasser ins Schiff, ich stürzte fast. Wir mussten alle zusammen anpacken, um uns und das Schiff zu retten. Da merkte ich: Man muss sich aufeinander verlassen können, und auf Autoritätspersonen hören, wenn’s drauf ankommt.

Das Schiff wird stark kritisiert. Es sei eine militärische Einrichtung ohne pädagogischen Wert. Was hältst du davon?
Ich brauchte den Drill, die klaren Strukturen. Eine militärische Einrichtung ist es deswegen noch lange nicht. Bei uns hiess es immer: Eine Hand fürs Schiff, eine Hand für dich. Uns wurde eingeprägt, dass wir uns selber nie vergessen dürfen. Wir hatten also genug Zeit, uns mit uns selber und unseren Problemen zu beschäftigen. Das Schiff ist wirklich eine gute Sache: Man kann nicht abhauen und wird viel intensiver begleitet als in einem Heim. Ich habe jetzt noch Kontakt zu einem Betreuer.

Trotzdem will das Jugendamt Bern dem Schiff die Bewilligung entziehen.
Das ist schlimm. Es war fünf nach zwölf, als ich auf das Jugendschiff kam, trotzdem habe ich es geschafft, dass ich gesund und selbständig leben kann. Wo wäre ich ohne das Schiff? Sicher nicht da, wo ich jetzt bin. Vermutlich im Knast.
Yannick - Interview (watson online: «Ohne das Jugendschiff sässe ich jetzt im Knast»)

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01.10.2014
Hast du die Kurve noch gekriegt?
Zurück auf dem Schiff kam dann der Wendepunkt in einem sehr intensiven Gespräch mit den Betreuern. Ich realisierte, dass die Probleme nicht um mich herum sind, sondern in mir. Es hängt davon ab, wie ich damit umgehe. Ich bin vorher vor mir selbst abgehauen. Als meine Zeit auf dem Schiff vorbei war, ging ich nur mit Widerwillen heim. Es war richtig heimelig geworden und ich wollte mich zum Matrosen ausbilden lassen. Ich war immerhin Vormann einer Segelgruppe und hatte Verantwortung. Bei meiner Rückkehr in die Schweiz hatte ich Angst, weil mir diese Struktur fehlte.

Wie geht es dir heute?
Nach dem Schiff hatte ich zu kämpfen, auch heute noch. Die Sucht habe ich im Griff, doch das Verlangen ist immer noch da. Das ist ein lebenslanger Prozess. Ich habe mir aber mittlerweile ein neues Umfeld aufgebaut und in diesem Sommer meine Lehre als Logistiker abgeschlossen. Zu meinen Kollegen von früher habe ich keinen Kontakt mehr.

Wäre dein Leben ohne Aufenthalt auf dem Schiff anders verlaufen?
Ja, es wäre bestimmt nicht so gekommen. Das Schiff war das Beste, was mir passieren konnte. Dort geben sie dir eine Chance. Ich habe Distanz gewonnen und merkte, dass ich für alles selbst verantwortlich bin und die Konsequenzen tragen muss. Es war eine harte, aber dennoch gute Zeit.
Thomas - Interview (20 Minuten online: "Ohne Jugendschiff wäre ich in der Drogenszene*)

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30.09.2014
Ich konnte meine Sozial- sowie Selbstkompetenz massiv ausbauen. Die begrenzten Platzverhältnisse verunmöglichen, das man vor den Problemen "davon läuft". Durch das enge Zusammenleben hat es keinen Platz für Egoismus oder Selbstbereicherung. Die daraus folgende Gemeinschaftsleistung ist eine tolle Erfahrung und anregend, sowas auch mal in der grossen Welt zu versuchen. Ausserdem hat mir das Schiff noch weit mehr gebracht als nur die Probleme der Vergangenheit zu lösen sondern hat mir auch noch viel mehr beigebracht. Sei es nun die ganzen Kenntnisse rund um die Nautik oder handwerkliche Weiterentwicklung. Meine absoluten Highlights war jedoch das Erreichen des Leichtmatrosendiploms, das führen einer Segelgruppe als Vormann sowie die Tätigkeit als Wachführer während der Atlantiküberquerung. Ich denke, das sind Erfahrungen, die auch in der Zukunft von Vorteil sind. Nebst dem gab mir das Schiff auch die Möglichkeit, Orte fernab vom Tourismus zu besuchen und so viele Spannende aber auch berührende Momente zu erleben.
Momentan besuche ich die Kantonsschule ausserdem betätige ich mich ehrenamtlich im Vorstand einer Vereinigung.Soll es die Schiffsarbeit weiterhin geben?
Auf jeden Fall! Eine Landinstitution kann NIEMALS eine solch enge Beziehung zu den Jugendlichen aufbauen, wie diese für eine effektive Zusammenarbeit benötigt wird. Leider ist für die meisten Sozialpädagogen ihre Arbeit nur Broterwerb und dementsprechend ist auch die Qualität. Auf dem Schiff ist dies durch die räumliche Nähe unmöglich und führt zu einer markanten Verbesserung der Zusammenarbeit, weil der Jugendliche merkt, das der Betreuer für ihn da ist und es sich nicht nur Geld verdienen will. Deshalb sollte die Schiffsarbeit weiterhin betrieben werden. Ich kann es jedem empfehlen und würde jeder Zeit wieder gehen.
CW - 2009 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Ich kann AÜ in allen Punkten komplett zustimmen. Dieses Schiff hat in meinen Augen die besten Rahmbedingungen um einem jugendlichen zu helfen.
OG - 2011/2012 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Das Jugendschiff ist eine sehr viel versprechende Sache und garnicht mit anderen Institutionen zuvergleichen. In vielen Institutionen die sich mit auffälligen Jugendlichen beschäftigen fehlt meistens das wichtigste; und zwar der Bezug zu den Jugendlichen. Doch auf der Salomon ist das ganz anders. Ich hab bis jetzt keine Pädagogen gesehen die sich wirklich Gedanken um ihren Klienten machen wie es auf der Salomon der Fall ist, und dazu gehören nicht nur die Pädagogen sondern alle die dort auf irgendeiner Weise tätig sind. Ich denke das liegt daran das man so auf engen Raum lebt das man garnicht anders kann und eine viel engere Verbindung durchlebt als ein reines Pädagogen-Klienten-Verhältnis. Was ich damit sagen will ist das man anfängt sich gegenseitig zu schätzen und eher auf einer freundschaftlichen Basis miteinander arbeitet. Das trägt natürlich dazu bei das die Jugendlichen eher über ihre Probleme reden und auch mitmachen. Ich persönlich hatte immer das Problem das ich kein Vertrauen zu Pädagogen hatte und denen einfach nur was vorgegaukelt hab. Das hat sich auf der Salomon geändert. Und die Leute die davon reden das des eher wie ein Ferienkamp ist der auch noch von den Steuerzahlern bezahlt wird, das ist es sicherlich nicht. Man kann es so ausdrücken verhälst du dich passend, dann ist das Schiffsleben schon angenehmer, verhälst du dich unpassend dann ist das Schiffsleben garnicht mehr so angenehm. Man lernt im Team zu arbeiten, diszipliniert zu sein, Verantwortung zu übernehmen und und und. Ich könnte hier noch ein Roman schreiben was für Vorteile es alles mit sich bringt wenn man auf der Salomon war. Ein sehr guten Vorteil finde ich aber wenn ich mich irgwndwo bewerbe dann sind die Leute sehr begeistert und nehmen ein auch sofort an. Das kommt davon das sich jeder der sich ein Bild von einem Schiff macht der ist, das die Besatzung diszipliniert ist, Befehle schnell durchführen kann und man Führungsqualitäten braucht. Und das ist es ja was die meisten Arbeitgeber suchen. Also wer auf der Salomon war der kann darauf vertrauen sich gut zu integrieren und eine festen Arbeitsplatz zufinden.
Und alle die denken das des viel zu viel Geld ist, was für die Jugendlichen investiert wird, will ich euch daran erinnern das wenn das Verhalten des Jugendlichen nicht korrigiert wird, sehr viel mehr Geld verloren geht und wiederum die Steuerzahler dafür aufkommen müssen.
AÜ - 2011 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Auf der jugendschif salomon habe ich gelernt putezen und ich habe repeckt vohr anderen leuete gelernt ich habe etwas viel über schif und see gelernt und am meinsten habe ich diziplin gelernt.
Ich habe auf dem schif in der küche mit gekocht und konte dan eine koch prüfung machen die hat mir sehr geholfen zeit ich ihn der schweiz bin habe ich dan eine stelle gefunden als koch festangestehlt.
Die jugend schif arbeit ist sehr gut für die jungs die sein leben in grif bekommen wohlen und wirklich viles lernen für mich ist es etwas sehr gutes und sicher und viel spanender als in einer geschlosene in de schwiz das must man selber erleben.
WP - 2010 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Im Frühling 2011 flog ich auf die Azoren auf das Jugendschiff Salomon. Ich kam aus einer eher schwierigen Lebenssituation auf Schiff. Zuvor war ich in vielen verschiedenen Heimen, Pflegefamilien etc. Das Schiff kam für mich als letzte und rückblickend beste Chance. Es war natürlich nicht einfach sich an den Schiffsaltag zu gewöhnen und anfangs auch sehr intensiv und schwer mit diesen Strukturen umzugehen. Jedoch konnte mir persönlich genau dieser taffe Ablauf, diese engen Strukturen, diese Regeln und Pflichten helfen. In jedem Heim indem ich zuvor war konnte man die Betreuer um den Finger wickeln und manipulieren, in den Heimen in denen ich war arbeitete man gegen jeden Betreuer und jede Regel. Das ist auch der unterschied auf dem Schiff. Gerade beim Segeln und den täglichen arbeiten auf de Schiff merkt man wie wichtig es ist zusammen zu halten und gemeinsam zu arbeiten. Für mich war das Schiff eines der wichtigsten Erfahrungen und die beste Rettung.
Heute bin ich im 3. Lehrjahr zum Koch. Ich habe mich sehr gut, in einem ganz anderen Teil der Schweiz als indem ich aufgewachsen bin, integriert.
Die Schiffsarbeit sollte auf jeden Fall weiter bestehen bleiben. Es ist eine enorme Arbeit und grosse hingabe die alle Betreuer das ganze Jahr Tag für Tag leisten. Für mich war es das Rettungsschiff das mir den Weg aus dem Sturm zeigte.
DS - 2011 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Den meisten leuten bringt der aufenthalt auf den jugendschiff extrem viel. Anfangs ist es schwer sich einzuleben und diese chance zu nutzen doch mit der zeit wird man einsichtig und lernt einen haufen nützliche dinge fürs leben. Umngang mit menschen, umgang mit vorgesetzten diziplin und viele viele andere sehr wichtige dinge für die Zukunft. Ich selbst habe viel von der schiffszeit mitgenommen in mein leben ob wohl ich anfangs selbst dagegen war. Gearbeitet hatte ich im beruf elektro installateur und bin momentan in England an nem sprachstudium. Das jugendschiff ist sicher kein leichter weg aber einer der effektivsten meiner ansicht nach und ich meine ich habe es ja selber miterlebt und die veränderungen von mir selbst und meinen Schiffskameraden gesehen. Daher bin ich überzeugt das das schiff eine gute option ist wie gesagt keine leichte also bestimmt keine ferin glaubt mir aber es ist ein guter weg zur einsicht und veränderung der manieren, lebensstyl und vielen weiteren wichtigen punkte im leben.
AG - 2010 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Es hat mir sehr geholfen z.B ich habe gelernt wie man mit menschen umgeht, meine agressivität unter kontrolle, und das man nicht immer unter eine maske leben kann und mit leute über meine probleme reden kann.
Ich gehe jetzt wieder in die schule.
Auf jedefall sollte die schiffsarbeit noch geben au wenns jugendliche hat die denken das sie so etwas nicht brauchen (so wie ich am anfang) es wird euch weiter bringen also wenn ihr mal drauf gehen müsst denn macht gleich von anfang an mit und vertraut den leuten auf dem schiff
PS: Ich vermiss immer noch das essen vom Schiff
WL - 2013 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Mir hat es in der tat etwas gebracht! - selbstbewusster durch's leben zu gehen - im team zusammen zu arbeiten aufträge (Befehle) von Autorität s personen anzuhnehmen... mir fällt bestimmt noch mehr ein... Seit 1 Jahren Arbeite ich jetzt auf dem Bau als Maurer (nicht gelernt) aber beschäftigt mit einer tagesstrucktur und verdiene meine eigenen Kröten.
TB - 2010 auf dem Jugendschiff

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09.10.2014
Ich bin DVG, 17 Jahre alt und war von Februar 2013 bis Juli 2014 teil dieser Crew. Seit ich wieder in der Schweiz bin ging es Berg auf ich habe festen Boden unter den füssen, ich gehe Täglich zur Schule und habe irgendwie auch meinen Spaß daran. Voraussichtlich sollte ich nächsten Sommer das 1. Lehrjahr beginnen. Momentan gehe ich in die 9. Klasse, dar ich keinen Schulabschluss habe. auch die Probleme mit meiner Mutter verschwanden fast ganz und trotzdem haben wir zwischendurch noch Diskussionen, aber welche Familie hat das nicht :-). Bevor ich auf das Jugendschiff ging hatte ich weder eine Aussicht auf eine gut laufende Zukunft noch hatte ich Respekt gegenüber Respektspersonen, auch Disziplin war für mich ein Fremdwort. Ich war schon in vielen Institutionen und überall hieß es ich sei nicht tragbar, ich sei zu respektlos, zu aggressiv. Doch als ich aufs Schiff kam wurde mir von den Sozialpädagogen und den Jugendlichen schnell klar gemacht das so etwas nicht geht. Ich hatte viele Konsequenzen zu tragen, aber ich habe meine Schiffs zeit durch gezogen und das auch noch als mein Vater starb, ihm zu ehren habe ich diese Schiffs zeit durch gezogen auch wen ich mich teilweise unterordnen musste aber dies gehört zum leben. Fakt ist diese 1 1/2Jahre haben mich sehr viel weiter gebracht als all diese Jahre in den verschiedenen Institutionen, und wen ich könnte würde ich jederzeit zurück aufs Schiff.
DVG - 2013 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Jetzt bin isch in die schule und mir geht ziemlich gut, das schiff und die betreuer haben mir gut aufgewachsen, auch wenn ich möchte auf see gehe, weil es gefällt mir go segeln, ich mochte auch in der Schweiz kommen um ein arbeit zu finden, ich bedanke mir sehr für den ganzen arbeit das euch zu mir gemacht habt.
MS - 2011 auf dem Jugendschiff

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29.09.2014
Ich habe meine Sozialkompetenz erkann und konnte sie umsetzen im positiven sinn.
Mir wurde bewusst auf was es ankommt in meinem Leben und in einem Sozialen umfeld.
Ich habe 2 Jahre als Behindertenbetreuer gearbeitet! Ietzt arbeite ich als Dialoger für Pro Infirmis.
Weiterhin Schiffsarbeit? Auf jeden Fall. Es ist eine sehr gute möglichkeit sich selber nähre zu kommen und um einzusehen dass trotz fehler jeder mensch (jugendlicher) seine stärken und seinen wert hat. Ich fände es schade wenn die Schiffsarbeit eingestellt werden müsste.
YO - 2011 auf dem Jugendschiff

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01.10.2014
Ich bin froh auf dem schiff gewesen zusein. Ich habe viel gelernt, dem schiff verdanke ich das ich aus dem schlechten umfeld raus kam, und so jetzt mich auf mein eigenes leben konzentrieren kann. Momentan mache ich keine lehre aber gehe jedoch jeden tag arbeiten. Ich arbeite an allem ein bisschen. Ganz klar weil jeder kann und wird etwas auf dem schiff lernen. Das flüchten von streit geht nicht du musst dich denn Problemen stellen und so lern mann effizient an seinen Problemen zu arbeiten. Ich bin sehr froh auf dem schiff gewessen zu sein obwohl es gar nicht einfach war aber schluss endlich half es mir.
SS - 2014 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Die Schiffszeit war das beste für mich! Konnte seit langem mal wieder in ruhe atmen, fand die Zeit mich wider mal um mich und meinen Weg zu sorgen/kümmern meine klaren Gedanken zu finden! Einen guten geregelten Tagesablauf! Man bekommt die Aufmerksamkeit die man verdient! Wir werden nicht nur wie Gestalt in einer Geschlossenen Anstalt betrachtet. Schon nur von diesen Positiven Aussagen von MIR sollte man das Jugendschiff unterstützen!
Ich bin in der Lehre als Koch, auf meinem Arbeitsweg sammelte ich viele berufliche Erfahrungen die ich mein ganzes leben brauchen werde. Erfolg-Disziplin-Durchhaltewille-Lebensfreude-Zielverfolgung-etwas von der schönen grossen Welt zu sehen all das lernte ich während und nach dem Aufenthalt auf dem Schiff kennen.
PL - 2006 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Der Schiffsaufenthalt hat mir in jeder Sicht etwas gebracht, sei es beim erlenen von Disziplin und Ordnung, dass man ehrlich ist und Teamfähig sein muss damit man durch das Leben kommt. Das Schiff besucht sehr viele arme Länder, wo ich gemerkt habe, dass wir gewisse Dinge im Leben schätzen sollen und das es nicht immer selbstverständlich ist in einem solchen Luxus wie wir zu leben. Auf dem Schiff war sogar ein Stück Schokolade (mini Mars oder Twix) schon Gold wert.
Momentan bin ich gerade in der Ausbildung zum Kauffmann EFZ.
Die Schiffszeit ist das Beste für einen jungen Querschläger. Was bringt es wenn man einen 14 oder 15 Jährigen Jungen in ein Jugendgefängnis steckt wo er den ganzen Tag Gitter vor dem Gesicht hat, dort wird er sich auch nicht bessern. Auf dem Schiff ist es zwar ähnlich dort kannst du auch nicht machen was du willst. Aber es wird intensiv mit einem Jugendlichen gearbeitet, es werden Ziele vereinbart und viele Gespräche geführt, man bekommt die stütze überall...
FT - 2009/2010 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Ich konnte lernen dass ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin, ein Team muss zusammenhalten und man muss immer für die anderen da sein! zudem erkannte ich das Arbeiten ein teil des lebens ist, Autorität und Disziplin zu den standarts gehören und man manchmal auch sachen machen muss die einem weniger gefallen. Heute kann ich mich beherschen und meinen eigenen Weg gehen. Ich lege zurzeit eine Lehre als Polymachaniker ab, wäre ich damals nicht aufs Schiff hätte ich niemals einen so guten Schulabschluss bekommen und auch niemals die Lehre zu solch einer Ausbildung erhalten.
DZ - 2009/2010 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Mir hat das Schiff viel gebracht. Bin an einer kochlehre und will danach als koch auf einem kreuzfahrtschiff arbeiten. Ja das schiff ist gut für alle die in der schweiz nicht schaffen.
CB - 2013 auf dem Jugendschiff

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01.10.2014
Ich habe gelernt rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Ich konnte vertrauen aufbauen. Voralem aber, habe ich gelernt etwas durchzuziehen, egal wie schwer es manchmal sein kann. Ich bin jetz drei Jahre wieder in der Schweiz, habe die Schule beendet und mache jetzt eine super Ausbildung. Ich stehe 100% hinter dem Jugendschiff und den Arbeitern. Es ist eine riesen Möglichkeit, sein Leben positiv zu verändern. Ich bin überzeugt, dass es jedem Jungen der auf dem Schiff war, sich sein Leben Positiv verändert hat!
DM - 2010 auf dem Jugendschiff

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30.09.2014
Ich durfte selber diese Erfahrung machen. Was hab ich gelernt. Ich habe selbst verständliche Dinge für uns im Alltag gelernt zu schätzen. Für uns ist fliessendes Trinkwasser aus dem Hahnen ganz normal in der Schweiz, doch dass das nicht normal ist vergessen wir sehr schnell. Auf dem Schiff lernt man diese Dinge wieder Wert zu schätzen. Auch eine gewisse Freiheit und Ruhe bekommt man, wie man in der Schweiz nie haben wird. Ich bin aufs Schiff gekommen weil ich völlig neben der Realität lebte. Ich hab die motivation zum Leben verloren, wollte meine Schule abbrechen und wusste nicht mehr wo ich im Leben stand und wo ich hin wollte. Ich dachte im Leben dreht sich alles nur um Geld. Ich habe ein falsches Bild vom Leben bekommen durch unsere verkokste Gesellschaft und durch die verfälschten Medien. Auf dem Schiff hatte ich genügend Zeit zum überlegen, welchen Kurs ich in meinem Leben einschlagen wollte. Man konnte sicht nicht von seinen Problem verstecken, sonder musste die Herausforderung annehmen und sich dem Problem stellen. Man lernt was richtige Freundschaften sind, Teamarbeit, Durchhaltewillen, Respekt, pflicht bewusst sein und viel mehr Dinge die man für das tägliche Leben braucht. Seit ich wieder in der Schweiz bin, habe ich meine KV-Lehre erfolgreich abgeschlossen, hab bei einer internationalen Firma in der Buchhaltung gearbeitet und zurzeit absolviere ich die BMS. Es gab auch Zeiten während meiner Ausbildung wo ich wieder ans abbrechen dachte. Doch ich habe gelernt auch in schlechten Zeiten durch zu beissen. Hätte ich nochmals die Chance aufs Schiff zugehen, würde ich nicht zweimal darüber nachdenken. Ich finde die Schiffsarbeit sollte weiter gefördert werden und dafür unkompetente Heime in der Schweiz schliessen. Steuergelder werden tausend mal schlimmer verschwendet, weder für einem jungen Mensch in seine Zukunft investieren und im eine 2. Chance im Leben geben! Life is an experience! Ich hoffe die Salomon bleibt auf Kurs und kann den vielen weiteren Jugendlichen ein gutes Fundament für ihre Zukunft machen. So ein Projekt sollte nicht kritisier sondern gefördert werden.
LM - 2010 auf dem Jugendschiff
 

Stellungnahmen und Informationen
10. Oktober 2014_Offizielle Stellungnahme der Stiftung


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